GW5048/B72
o1v
Den will yetz fyren yederman
Vnd eren inn an allem ort
Mit schentlich wüst werck / wis / vnd wort
Vnd went dz ziehen inn ein schimpf
Her Glympfius ist leider
dot
Der narr die suw bin oren hat
Schütt sie / dz ir die süglock kling
Die su hat yetz allein den dantz
Si halt dz narrenschiff bim schwantz
Das es nit vndergang von schwer
Das doch groß schad vff erden we
Dann wo narren nit drüncken win
Er gyltt yet kum ein örtelin
Aber die su macht yetz vil iungen
Die wüst
rott / hatt
wißheit vertrungen
rott / hatt
]
rott-hatt
GW5048
Vnd sie laßt nieman zü dem bett
Die su allein die kron vff hett
Wer wol die süglock lüten kan
Der müß yetz sin do vornan dran
Wer yetz kan triben sollich werck
Als treib der pfaff vom kalen
bergk
Oder münch Eylsam mit sim
bart
Der meint er tüg ein gte fart
Mancher der tribt solch wis / vnd wort
Der doch was aller sinnen on /
o2r
Er sprech es hetts kein sinniger geton
Sufer ins dorff / ist
worden blindt
Das schafft das buren truncken sindt
Her Ellerkntz den vordantz
hat
Mit wüst geng / vnd seltten
satt
Meint doch in sinem sin
Wie das er fast wol künn
Vnd stand im ouch gar wol an
Die wüst er sich
doch stellen
doch stellen
]
dochstellen kan
GW5048
Dunckt / in inn sinem groben mt
Es sy ia alles sampt gt
Vnd bliben vil in der groben wis
Stellen dar nach mit gantzem fliß
Vnd wend dar durch haben rm
Ein yeder narr will suwerck triben
Das man im loß die büchsen bliben
Die man vmbfurt mit esels schmer
Die esels büchs würt selten ler
Wie wol ein yeder drin will griffen
Vnd do mit schmiren sin sack pfiffen
Die grobheit ist yetz kumen vß
Vnd wont gar nach in yedem huß
Das man nit vil vernunff me tribt
Was man yetz redet / oder schribt
Das ist als vß der büchsen genomen
Vor vß / wann prasser zamen kumen
So hebt die su die metten an
Die prim zyt ist im esels thon
Die tertz ist von sant
Grobian
Htmacher knecht / singen die sext
Von groben filtzen ist der text
Die wüst rott sitzet in der non
Schlemmer vnd demmer dar z gon
Dar nach die su z vesper klingt
Dan würt sich machen die complet
Wann man / all vol gesungen hett
Das eselschmaltz vnmüssig ist
Mit bergemschmer ist es vermyscht
Das strich ein gsell dem andern an
Den er will in der gsellschafft han
Der wüst will sin vnd das nit kan
Man schont nit gott noch erberkeit
Von allem wüsten ding man seit
Wer kan der aller schamperst sin
Den büttet man ein glaß mit win
Vnd lacht sin das dz huß erwag
Man bitt in das er noch eins sag
Man spricht dz ist / ein gter schwanck
Do mit würt vns die wile nit langk
Ein narr den andern schryet an
Biß gt gesell / vnd frölich man
Fetygrant / schyer / e bellit schyer
Was freüd vff erden hant sunst wir
Wann wir nit gt gesellen sigen
Lont vns sin frölich / prassen schrige
Wir hant noch klein zyt hie vff erd
Das vns dz selb z lieb doch werd
Dan wer mit dot abstirbt / der lyt
Vnd hat dar noch kein frölich zyt
Wir hant von keim noch nie vernomen
Der von der hell sig wider kumen
Der vns doch seit / wie es do stünd
Gt gsellschafft triben / ist nit sünd
Die pfaffen reden was sie went
Vnd dz sie diß / vnd ihens geschend
Wer es so sünd / als sie vns sriben
Sie deten es nit selber triben
Wann nit der pfaff vom tüfel seitt
Der hirt von wolffen klagt sin leitt
So hetten sie beid nüt dar von
Mit socher red narren vmb gon
Vnd dnt mit irer groben rott
All welt geschenden / vnd ouch gott
Doch werden sie z letst z spott etc.
GW5048/B72
o1v
Ein nüwer helg heiſßt Gꝛobian
Den wi ye fyren yederman
Vnd eren inn an aem oꝛt (woꝛt
Mit ſchentlich wü werck/wiſ/v
V went dʒ ʒiehen i ein ſchimpf
wie wol der gürtel hat klein glimpf
Her Glympfius i leider dot
Der narr die ſuw bin oꝛen hat
Schütt ſie/dʒ ir die ſüglock kling
Vnd ſie den moꝛinger im ſing
Die ſu hat ye aein den dan
Si halt dʒ narrēſchiff bim ſchwā
Das es nit vndergang von ſchwer
Das doch groß ſchad vff erden we
Dann wo narrē nit drüncken win
Er gyltt yet kum ein öꝛtelin
Aber die ſu macht ye vil iungen
Die wü rott⸗hatt wißheit vertrun
Vnd ſie laßt niemā ʒü dē bett/gen
Die ſu aein die kron vff hett
Wer wol die ſüglock lüten kan
Der müß ye ſin do voꝛnan dꝛan
Wer ye kan triben ſoich werck
Als treib der pfaff vom kalen bergk
Oder münch Eylſam mit ſim bart
Der meint er tüg ein gte fart
Mācher der tribt ſolch wiſ/v woꝛt
Wan die hoꝛees ſeh/vnd hoꝛt
Der doch was aer ſinnen on/
o2r
Er ſpꝛech es hetts kein ſinniger getō
Sufer ins doꝛff/i woꝛden blindt
Das ſchafft das burē trunckē ſindt
Her Eerkn den voꝛdan hat
Mit wü geng/vnd ſeltten ſatt
Meint doch in ſinem ſin
Wie das er fa wol künn
Vnd and im ouch gar wol an
Die wü er ſich docheen kan
Dunckt/in inn ſinem groben mt
Es ſy ia aes ſampt gt
Vnd bliben vil in der groben wiſ
Steen dar nach mit ganem fliß
Vnd wend dar durch haben rm
So i dan glinpfius nit do heim
Ein yeder narr wi ſuwerck triben
Das man im loß die büchſen blibē
Die man vmbfurt mit eſels ſchmer
Die eſels büchſ würt ſelten ler
Wie wol ein yeder dꝛin wi griffen
Vnd do mit ſchmirē ſin ſack pfiffē
Die grobheit i ye kumen vß
Vnd wont gar nach in yedem huß
Das man nit vil vernunff me tribt
Was man ye redet/oder ſchribt
Das i als vß der büchſen genomē
Voꝛ vß/wann pꝛaer ʒamen kumen
So hebt die ſu die metten an
Die pꝛim ʒyt i im eſels thon
Die ter i von ſant Gꝛobian
Htmacher knecht/ſingen die ſext
Von groben filen i der text
Die wü rott ſiet in der non
Schlemmer vnd dēmer dar ʒ gon
Dar nach die ſu ʒ veſper klingt
Vnflat/w ſchamperton da ſingt
Dan würt ſich machen die complet
Wann man/a vol geſungen hett
Das eſelſchmal vnmüig i
Mit bergemſchmer i es vermyſcht
Das rich ein gſe dem andern an
Den er wi in der gſeſchafft han
Der wü wi ſin vnd das nit kan
Man ſchont nit gott noch erberkeit
Von aem wüen ding man ſeit
Wer kan der aer ſchamper ſin
Dē büttet man ein glaß mit win
Vnd lacht ſin das dʒ huß erwag
Man bitt in das er noch eins ſag
Mā ſpꝛicht dʒ i/ein gter ſchwāck
Do mit würt vns die wile nit lāgk
Ein narr den andern ſchꝛyet an
Biß gt geſe/vnd frölich man
Fetygrant/ſchyer/e beit ſchyer
Was freüd vff erden hant ſun wir
Wann wir nit gt geſeen ſigen
Lont vns ſin frölich/pꝛaen ſchꝛige
Wir hant noch klein ʒyt hie vff erd
Das vns dʒ ſelb ʒ lieb doch werd
Dā wer mit dot abirbt/der lyt
Vnd hat dar noch kein frölich ʒyt
Wir hāt vō keim noch nie vernomē
Der von der he ſig wider kumen
Der vns doch ſeit/wie es do ünd
Gt gſeſchafft triben/i nit ſünd
Die pfaffen reden was ſie went
Vnd dʒ ſie diß/vnd ihens geſchēd
Wer es ſo ſünd/als ſie vns ſriben
Sie deten es nit ſelber triben
Wann nit der pfaff vom tüfel ſeitt
Der hirt von wolffen klagt ſin leitt
So hetten ſie beid nüt dar von
Mit ſocher red narren vmb gon
Vnd dnt mit irer groben rott
A welt geſchenden/vnd ouch gott
Doch werden ſie ʒ let ʒ ſpott ⁊cᷓ

